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Niederlage im Fünfmeterwerfen

Wasserballkrimi zwischen der SVK und Wedding

Wie die ersten drei Begegnungen zwischen Krefeld und Wedding sollte auch das vierte Spiel eine enge Partie werden. Es hatte alles zu bieten, was den Wasserball spannend macht:

eine unglaubliche Aufholjagd, umstrittene Schiedsrichter-Entscheidungen und ein Fünfmeterwerfen. Dabei verlief das Match analog zu den beiden Spielen am Wochenende davor in Berlin, nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Diesmal gingen die Weddinger deutlich in Führung, um am Ende von der SVK noch abgefangen zu werden.

 

Den ersten Angriff konnte Paul Huber gleich zu einem 1:0 abschließen, dann kassierten die Männer aber vier Treffer in Folge. Dabei vergab man erstklassige Torchancen aus kurzer Distanz gegen den Berliner Torhüter oder verwandelte aus knapper Abseitsposition, ließ aber unmittelbar im Gegenzug selbst Tore zu. Hoffnung jedoch keimte auf, als Istvan Keresztes in der letzten Minute des zweiten Viertels per Freiwurf den zweiten Treffer erzielte und in der letzten Sekunde noch einmal der Pfosten für Wedding rettete. Statt 5:2 hätte es durchaus auch 5:5 stehen können.

 

Dann gab es gute Chancen auf weitere Treffer, die wieder aus kurzer Distanz vergeben wurden. Ein Treffer von Dusan Dragic wurde wiederrum wegen Abseitsposition nicht gegeben, was die ersten Proteste von der Tribüne auslöste. Stattdessen kamen die Berliner nach vier Minuten im dritten Viertel zu ihrem sechsten Treffer und das Spiel schien entschieden. Die Männer gaben jedoch nicht auf und zeigten eine enorme kämpferische Leistung. Unser 18-jähriger Center Moritz Pohlmann brachte den Ball nach hohem Anspiel im gegnerischen Tor zum 3:6 unter. In der letzten Minute des Viertels holte Dusan Dragic einen Strafwurf, den Istvan Keresztes sicher zum Anschlusstreffer verwandelte. Das Spiel war mit 4:6 wieder offen.

 

Im letzten Spielabschnitt behielten die Spieler um Kapitän Yannik Zilken, der wie Konstantin Munz nach längerer Verletzungspause wieder zum Einsatz kam, die Ruhe und warteten auf ihre Chancen. Den umjubelten Ausgleich erzielte Dusan Dragic aus kurzer Distanz nach sieben Sekunden Überzahlspiel. Auch unser nächster Treffer fiel in Überzahl. Roland Tatar fasste sich ein Herz im dritten Anlauf, nachdem er in diesem Angriff bereits zweimal aus aussichtsreicher Rückraumposition weiter gepasst hatte, und verwandelte sicher zur Krefelder Führung. Die Chance, diese weiter auszubauen schloss Dusan Dragic nach einem schnellen Konter nicht ab, sondern ging in einen Zweikampf mit dem Abwehrspieler, bei dem er den Ball verlor. Für den Einsatz des Berliners forderte er vehement eine Herausstellung, die die Schiedsrichter aber nicht gaben. Ein weiterer heftiger Protest nach Abpfiff des Viertels brachte ihm dann eine Rolle ein.

 

In der letzten Spielminute nahm Wedding dann die Auszeit und versuchte mit einem letzten Angriff den Ausgleich zu erzwingen. Der wurde aber abgefangen und die Jungs spielten eigentlich in Ruhe die Zeit herunter. In dieser Situation, in der sich beide Mannschaften mit dem Spielausgang abgefunden hatten, ließ sich der junge Timo Schwark im gegnerischen Center auf einen Zweikampf ein, den die Schiedsrichter - unter wütenden Protesten des Krefelder Anhangs - mit einem Stürmerfoul ahndeten – und dass, obwohl der Ball weit weg an der Mittellinie sicher von den Krefeldern gehalten wurde. Die Berliner konnten ihr Glück nicht fassen, ließen sich diese Chance nicht nehmen und erzielten 10 Sekunden vor Schluss den Ausgleich zum 7:7.

 

Nun kam es zum Fünfmeterwerfen, in dem die beiden Torhüter ihre Klasse zeigten. An den ersten Strafwurf von Wedding kam der Torwart heran, der Ball prallte aber unglücklich von seinem Arm ab und blieb genau hinter der Linie liegen. Wir hatten nicht so viel Glück, Yannik Zilkens Schuss prallte zwar auch vom Torwart ab, blieb aber kurz vor der Linie liegen. Der zweite Strafwurf wurde von Wedding sicher verwandelt, Konstantin Munz traf aber nur den Pfosten. Im dritten Duell traf der Berliner Schütze gegen Leo Vogel nur den Pfosten, der Strafwurf wurde aber zurück gepfiffen, weil er sich zu früh von der Linie bewegt hätte. Er konnte aber den zweiten Versuch auch sicher parieren! Roland Tatar verwandelte im Gegenzug sicher zum 8:9. Nach dem nächsten Treffer der Berliner konnte ausgerechnet Timo Schwark seinen Strafwurf nicht unterbringen – die Partie ging darauf mit 8:10 an Wedding. Die Berliner sind somit nach insgesamt drei Siegen im Halbfinale der Pro B der DWL.

 

Die Krefelder Wasserballer können zu Recht auf ihre Leistung in den beiden letzten Vierteln stolz sein, auch wenn Timo Schwark nach dem Spiel kaum zu trösten war. Weiter geht es für uns nach Ostern, wo wir gegen Ludwigsburg im Modus Best-of-Three um den fünften Platz kämpfen werden. Dabei haben wir aufgrund der besseren Platzierung in der Hauptrunde zweimal Heimrecht.

 

Das Team der SVK am 17.3.18:

 

Leo Vogel, Konstantin Munz, Valentin Gerresheim, Timo Schwark, Kristof Hulmann (1), Moritz Wlasowicz, Yannik Zilken, Moritz Pohlmann (1), Istvan Keresztes (2), Roland Tatar (1), Paul Huber (2), Dusan Dragic (1) und Sebastian Vollmer

 

 SV Krefeld 72 : SC Wedding        8 : 10  (1:1, 1:4, 2:1, 3:1, 1:3)

 

 Weitere Termine:

 

SV Ludwigsburg : SV Krefeld 72                                07.04.2018

 

SV Krefeld 72 : SV Ludwigsburg                                14.04.2018   (18.00)

 

SV Krefeld 72 : SV Ludwigsburg                                15.04.2018   (16.30)

 

 


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